Selbstgenähte Behelfsmasken aus Stoff mit bunten und weißen Blumen.
Mund-Nasen-Schutzmasken aus Stoff sollten aus kochfestem Baumwollstoff bestehen und eng über Nase und Wangen anliegen.

Welche Corona-Schutzmasken gibt es?

Angesichts der weltweiten Corona-Pandemie gilt zum Schutz vor Covid-19 in allen deutschen Bundesländern eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften. Lies mehr zu Covid-19 und SARS-CoV-2 in unserem Beitrag Coronavirus-Check.

Bei den verschiedenen Schutzmaskenarten wird zwischen zertifizierten Medizinischen Mundschutzen, selbstgenähten Behelfsmasken aus Stoff und professionell gefertigten, nicht zertifizierten MNS-Halbmasken unterschieden.

Medizinische Schutzmasken sollten Medizinern und Pflegepersonal vorbehalten sein. Sie werden in zwei Gruppen eingeteilt:

  1.  Mund-Nasen-Schutz, auch als OP-Maske, Operationsmaske oder MNS-Maske bezeichnet.
  2. Atemschutzmasken in drei Schutzklassen: FFP1, FFP2 und FFP3.

Behelfsmasken, auch Behelfs-Mund-Nasen-Maske, BMN-Maske, DIY-Masken, Do-it-yourself-Masken oder Community-Masken genannt, sind einfache Stoffmasken aus meist einer Lage kochfestem Baumwollstoff.

Professionell gefertigte MNS-Halbmasken werden von verschiedenen Herstellern produziert. Eine Halbmaske umschließt Mund und Nase. Als MNS definiert das Robert Koch-Institut (RKI) einen „mehrlagigen, dichtanliegenden Mund-Nasen-Schutz“.

Wie sicher schützen Masken vor SARS-CoV-2?

Einfache Masken aus Papier oder Baumwollstoff und auch sogenannte OP-Masken schützen dich als Träger nicht vor dem Coronavirus SARS-CoV-2. Denn ihr Gewebe ist nicht engmaschig und damit nicht dicht genug, um das Eindringen der winzig kleinen Coronaviren zu verhindern. Die Masken können daher nur einen kleinen Teil der beim Husten oder Niesen freiwerdenden infektiösen Tröpfchen abhalten. Doch wenn jeder eine Maske trägt, ist auch das schon besser als nichts.

Außerdem können die Corona-Masken verhindern, dass du dich unbewusst an Mund und Nase fasst und mit den Händen mögliche Coronaviren auf deine Schleimhäute überträgst.

Durch das Tragen von Stoff-Masken kann auch die Gefahr verringert werden, dass Corona-Infizierte andere Menschen anstecken. Da viele Covid-19-Infizierte keinerlei Symptome zeigen und daher nicht wissen, dass sie Träger des Coronavirus SARS-CoV-2 sind, kann das Tragen von Masken die Ansteckung von Kontaktpersonen reduzieren. Und damit auch helfen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Immer vorausgesetzt, du trägst und reinigst deine Maske richtig. Corona-Schutzmasken richtig anlegen, tragen und reinigen

Auf keinem Fall darfst du dich durch das Tragen von OP-Masken und Behelfsmasken dazu verleiten lassen, dich für komplett geschützt zu halten und deshalb wichtige Verhaltensregeln wie den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen und das regelmäßige und intensive Händewaschen zu vernachlässigen. Masken können das Risiko einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 nur dann verringern, wenn alle anderen Covid-19- Schutzmaßnahmen auch eingehalten werden! Wie kannst du dich vor dem Coronavirus schützen?

OP-Masken bieten Schutz des Gegenübers

Viele Ärzte und Zahnärzte haben bereits vor der Corona-Pandemie zum Schutz ihrer Patienten einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz (MNS-Schutz) getragen. Die MNS-Maske schützt Menschen in naher Umgebung des Maskenträgers vor Tröpfchen, die der Träger beim Sprechen, Niesen, Husten aus Mund und Nase abgibt. Niest oder hustet der Maskenträger in die Maske hinein ohne dass er sich von anderen Menschen wegdreht und in die Armbeuge hustet und niest, können dennoch infektiöse Tröpfchen aufgrund der Feuchtigkeit und der Porengröße des Materials nach außen dringen. Immerhin schießen beim Niesen die Luft, Schleim und alle darin befindlichen Partikel mit einem enormen Druck und bis zu 170 km/h aus deiner Nase. Mit bis zu 1000 km/h werden beim kräftigen Husten störende Teilchen und Schleim aus der Lunge nach außen befördert.

Coronaviren selbst sind nur etwa 0,16 μm groß (das sind fast zwei Zehntausendstel Millimeter) und befinden sich in infektiösen Tröpfchen, die beim Atmen, Husten oder Niesen in einer Größe von etwa 1 μm bis 10 μm nach außen abgegeben werden. Sie können die meisten Corona-Schutzmasken also leicht durchdringen.

OP-Masken schützen den Träger selbst daher nur bedingt. OP-Masken verhindern allerdings, dass sich Arzt und Pflegepersonal unbewusst und mit verschmutzten Händen an Mund und Nase fassen. Möglichen Covid-19-Erregern wird somit der Eintritt in den Körper über die Schleimhäute erschwert.

OP-Masken bestehen aus einem mehrlagigen Vlies-Material und sind Einwegmasken, das heißt, sie dürfen nur einmal getragen werden und sollten dann in einer verschlossenen Tüte im Hausmüll entsorgt werden. Bei Durchfeuchtung sollte die Maske umgehend gewechselt werden.

FFP-Masken schützen auch den Träger

Atemschutzmasken, auch Feinstaubmasken genannt, gibt es in drei Schutzklassen. Alle haben einen integrierten Filter und schützen dich als Träger vor kleinen Tröpfchen (Aerosolen) und Feinstaub in der Luft, die du einatmest. Wie viel davon die Maske abhält, definiert die Schutzklasse. Die Schutzfunktion ist europaweit nach EN 149 normiert. Die Norm DIN EN 149 definiert die drei Schutzklassen FFP1, FFP2 und FFP3. FFP-Masken fangen mikroskopisch kleine Stoffe selbst dann noch ab, wenn sie nur 0,6 μm (0,6 Mikrometer, also sechs Zehntausendstel Millimeter) groß sind.

Coronaviren sind nur etwa 0,16 μm groß und damit so winzig, dass sie auch durch Schutzmasken schlüpfen könnten. Jedoch fliegt SARS-CoV-2 nicht frei in der Luft herum, sondern ist in winzigen Tröpfchen enthalten, die ein Infizierter beim Atmen und vor allem beim Husten ausstößt. Beim Ausatmen sind diese Tröpfchen etwa 1 μm groß, beim Husten sogar 10 μm und damit viel zu groß, um FFP-Atemschutzmasken zu durchdringen.

FFP3-Masken haben die höchste Schutzstufe. Weil ihr Filter sehr dicht ist, fällt das Atmen mit diesen Masken schwer. FFP3-Masken können daher nur für kurze Zeit getragen werden.

FFP steht für Filtering Face Piece, die englische Bezeichnung für Partikelfiltrierende Halbmasken. Atemschutzmasken der Qualität FFP1 filtern mindestens 80 Prozent der sich in der Luft befindlichen Partikel bis zu einer Größe von 0,6 Mikrometern, in FFP2-Masken bleiben 94 Prozent hängen, in FFP3-Masken sogar 99Prozent.

Außerdem unterscheiden sich die FFP-Masken in der sogenannten Leckage. Diese definiert mögliche Undichtigkeiten, die entlang der Nase, des Kinns oder der Augen durch eine Atemschutzmaske entstehen können. An den Undichtigkeiten kann deine Atemluft während des Ausatmens entweichen und während des Einatmens können trotz Maske Viren und andere gesundheitsgefährdende Partikel einströmen. Für FFP1-Masken sind bis zu 25 Prozent Leckage erlaubt, bei FFP2 11 Prozent, bei FFP3 nur drei Prozent.

Für pflegerische Tätigkeiten oder andere Situationen, in denen Menschen engen Kontakt zu Covid-19-Erkrankten und Covid-19-Verdachtsfällen haben, sind mindestens Masken der Schutzklasse FFP2 notwendig, besser noch FFP3.

FFP-Masken sollen nur einmal verwendet werden. Laut Robert Koch-Institut können die Masken unter Beachtung einer Reihe von Vorsichtsmaßnahmen unter Umständen jedoch auch erneut benutzt werden. FFP-Masken virenfrei machen

Stoffmasken bieten nur geringen Schutz

Corona-Masken aus Stoff sind kein Medizinprodukt, sie sind nicht durch eine CE-Kennzeichnung zertifiziert, haben keine diesbezüglichen Tests durchlaufen und können nur in geringem Umfang Tröpfchen, die beim Sprechen, Niesen oder Husten entstehen, auffangen. Somit können sie auch keinen sicheren Schutz vor Covid-19 bieten. Behelfsmasken aus Stoff können aber laut Robert Koch-Institut (RKI) „ein zusätzlicher Baustein sein, um die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Covid-19 in der Bevölkerung zu reduzieren“. Das funktioniert allerdings nur, wenn auf die geltenden Abstandsregeln von mindestens 1,5 Metern, Hust- und Niesetikette und auf eine gründliche Handhygiene geachtet wird. Erfahre Wissenswertes zu Corona-Schutzmaßnahmen und zur Handhygiene in Infektionszeiten.

Falls du also unwissentlich mit Covid-19 infiziert sein solltest und im öffentlichen Leben eine Stoffmaske trägst, kannst du andere Menschen vor Ansteckung schützen, wenn deine Maske richtig sitzt und du dich an alle Hygiene- und Abstandsmaßnahmen im Rahmen des Kontaktverbotes hälst. Die BMN-Maske kann damit zur Reduzierung der Verbreitung von infektiösen Tröpfchen beitragen.

Eine Behelfs-Mund-Nasen-Maske (BMN) reduziert auch das Risiko einer Corona-Schmierinfektion. Denn die Maske dient auch dazu, dass du dich nicht direkt im Gesicht anfasst. Coronaviren haben es somit schwerer, über die Schleimhäute von Mund und Nase in deine Atemwege zu gelangen.

Wie viele Corona-Schutzmasken brauchst du?

Du solltest dir mindestens zwei Behelfsmasken aus Stoff anschaffen, um nach dem Gebrauch stets eine saubere zur Hand zu haben. Ganz wichtig: gebrauchte Masken keinesfalls an andere Menschen weitergeben!

Wähle bei selbstgenähten Masken einen möglichst engmaschigen, hitzebeständigen Stoff, der bei hohen Temperaturen gewaschen und gebügelt werden kann. Denn Coronaviren sterben erst bei Temperaturen ab 60 Grad Celsius ab. Nähanleitungen und Schnittmuster gibt es zahlreiche im Internet.

Corona-Schutzmasken richtig anlegen, tragen und reinigen

Welche Maske auch immer du trägst: Achte darauf, dass sie richtig sitzt. Auch bei der Reinigung von Corona-Schutzmasken gibt es Einiges zu beachten. Coronaviren können in Kälte länger überleben als bei Hitze. Deine Corona-Schutzmaske im Gefrierfach einzufrieren, um SARS-CoV-2 zu entfernen, ist keine sichere Strategie.

Wie legst du die Corona-Schutzmaske an und ab?

Was musst du beim Tragen von Corona-Schutzmasken beachten?

Wie reinigst du deine Corona-Schutzmaske?

Was tun bei beschlagenen Brillengläsern durch Corona-Schutzmasken?

Damit deine Brillengläser beim Tragen von Corona-Schutzmasken nicht beschlagen, muss deine Maske eng anliegen. Deine Brille muss über der Maske getragen werden. Dadurch verhinderst du, dass die Luft beim Atmen nach oben unter die Brillengläser strömt und diese beschlagen lässt. Achte bei Stoffmasken mit Metallbügel darauf, den Bügel richtig zu formen und so zu biegen, dass die Maske gut sitzt und deine Nasen-Wangen-Partien gut abgedichtet sind. Brillenträger sollten generell auf Masken achten, die sich im oberen Nasenbereich gut anpassen lassen.

Reicht das nicht aus oder hat deine Schutzmaske keinen Metallbügel, dann kannst du die Maske oben einmal umknicken. Durch die entstandene Falte sitzt die Maske etwas enger. Zusätzlich kannst du deine Brillengläser mit einem Antibeschlagmittel behandeln. Bitte beachte: um deine Gläser nicht zu schädigen und Schichten zur Entspiegelung oder Tönung abzutragen, solltest du dich von einem Optiker beraten lassen. Die Brille mit Brillenbändern zu fixieren ist eher hinderlich. Denn Brillenbänder ziehen deine Brille näher ans Auge und das verhindert nicht unbedingt das Beschlagen deiner Brillengläser.

Medizin-Dolmetscher

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