Im Laborbericht steht die Abkürzung K für Kalium.
K ist die Abkürzung für Kalium. Ein dauerhaft zu hoher Kalium-Wert kann dem Arzt Hinweise auf akutes Nierenversagen und Herzrhythmusstörungen geben.

Was bedeutet K?

K ist im Laborbericht die Abkürzung für Kalium. Die positiv geladenen Teilchen (Ionen) des Minerals sorgen zusammen mit Natriumionen für die Reizweiterleitung von Nervenzellen und damit für die Signalübermittlung von Gehirn zu Herz, Muskelzellen, Haut und umgekehrt.

Mit Hilfe von Kalium reguliert unser Körper seinen Säuregrad (pH-Wert), seinen Wasserhaushalt und auch den Flüssigkeitshaushalt jeder einzelnen Zelle.

Außerdem hilft Kalium bei der Regulierung unseres Blutdrucks und der Freisetzung bestimmter Hormone. Auch am Eiweißaufbau ist Kalium beteiligt. Und bei elektrischen Impulsen der Herzmuskelzellen spielt Kalium sogar eine zentrale Rolle.

Wann wird der K-Wert bestimmt?

Der Kalium-Wert kann bei zu hohen Blutdruck, Diabetes, Herzrhythmusstörungen, Muskelzuckungen, Muskelschwäche, akuter und chronischer Niereninsuffizienz (Nierenschwäche), Herzinsuffizienz (Herzschwäche) und zur Vorbeugung von Herzinfarkt bestimmt werden. Außerdem wenn du bei geringer körperlicher Anstrengung rasch müde wirst oder Medikamente wie Diuretika bekommst.

Normalwerte für K

Die Normalwerte für Kalium werden in mmol/l (Millimol pro 1000ml) angegeben und liegen für Erwachsene bei: 3,8-5,5 mmol/l

Abweichungen von dem angegebenen Wert hängen mit den von Labor zu Labor unterschiedlichen Messgeräten zusammen. Lass dir deine Laborwerte von deinem Arzt erklären.

Was bedeutet es, wenn dein K-Wert zu hoch ist?

Zu hohe Kalium-Werte, auch Hyperkaliämie genannt, können deinem Arzt einen Hinweis auf eine verminderte Kaliumausscheidung und damit einer Nierenfunktionsstörung geben. Auch Bluthochdruck-Medikamente und Herzmedikamente wie ACE-Hemmer können für erhöhte Kaliumwerte verantwortlich sein. Ebenso eine Kaliumverteilungsstörung. Dabei wird Kalium aus dem Zellinneren nach außen ins Blut verschoben. Das kann beispielsweise passieren bei: zu  niedrigem pH-Wert im Blut (Azidose), Überdosierung von Digitalis-Medikamenten (Herzmedikamenten), Diabetes, Chemotherapie bei Krebs.

Eine Hyperkaliämie führt zu Zellstress. Das kann Herzrhythmusstörungen oder Muskelzuckungen auslösen.

Was bedeutet es, wenn dein K-Wert zu niedrig ist?

Zu niedrige Kalium-Werte werden als Hypokaliämie bezeichnet.  Niedrige K-Werte können durch eine kaliumarme Ernährung mit zu wenig Käse, Bohnen, Spinat entstehen. Dein Kalium-Wert kann ebenfalls sinken, wenn du durch Erbrechen oder Durchfall einen erhöhten Kaliumverlust hast. Auch Abführmittel, harntreibende und entwässernde Medikamente (Diuretika) sowie Kortison können den Kalium-Spiegel sinken lassen. Ein zu hoher pH-Wert im Blut führt dazu, dass Kalium aus dem Blut ins Zellinnere verschoben wird. Ein mit Insulin behandelter Diabetes und Leukämie können außerdem zu verminderten Kalium-Werten führen.

Bemerkbar macht sich ein dauerhaft erniedrigter Kalium-Wert durch schnelle Erschöpfung, Muskelschwäche und Verstopfung.

Was kannst du bei abweichenden K-Werten selbst tun?

Der tägliche Kaliumbedarf beträgt beim Erwachsenen etwa zwei Gramm. Das ist durch eine ausgewogene Ernährung gut zu erreichen. Bei niedrigen K-Werten kannst du deine Kaliumzufuhr ebenfalls über Nahrungsmittel aufbessern. Hier kannst du Pilze, Rosinen, Datteln und Käse, Bohnen, Sojabohnen oder Spinat essen Und Orangensaft trinken. Zu salziges Essen kann einen negativen Effekt auf deine Kalium-Werte haben. Ratsam ist, den Genuss von Fast-Food einzuschränken und die Mahlzeiten nicht zu stark zu salzen.

 

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