Ca ist die Abkürzung für Kalzium.
Im Laborbericht steht die Abkürzung Ca für den Kalzium-Gehalt im Blut. Kalzium ist unter anderem wichtig für den Knochenstoffwechsel.

Was bedeutet Ca?

Ca ist die Abkürzung für Kalzium, manchmal auch als Calcium bezeichnet. Kalzium ist ein Mineralstoff, der an einer Vielzahl der Vorgänge im Körper beteiligt ist. Fast die gesamte Menge des im menschlichen Körper enthaltenen Kalziums ist in den Knochen und Zähnen gespeichert.

Ca ist für den Knochenstoffwechsel, die Reizweiterleitung in den Nervenzellen und die Blutgerinnung im Körper nötig.

Wann wird der Ca-Wert bestimmt?

Der Gehalt an Kalzium im Blut kann bei einem Verdacht auf Kalziummangel oder einer zu hohen Konzentration von Kalzium im Blut bestimmt werden. Der Ca-Wert wird ebenfalls gemessen, wenn Erkrankungen vorhanden sind, die sich auf den Kalziumstoffwechsel auswirken können. Dazu gehören Knochenerkrankungen oder Nierenerkrankungen. Auch bei Magen-Darm-Erkrankungen, Krampfneigung, Nierensteinen, Osteoporose, Rückenschmerzen und Lebererkrankungen kann eine regelmäßige Kontrolle des Ca-Wertes erfolgen.

Normalwerte für Ca

Die Normalwerte für Ca im Körper sind für Männer und Frauen einheitlich. Bestimmt werden kann im Blut der Gesamtkalziumspiegel (Gesamtkalzium) oder die Kalziumionen. Das sind nicht an Proteine gebundene, frei im Blut vorkommende positiv geladene Teilchen. Kalziumionen sind für die Signalübertragung zwischen Nervenzellen, für die Muskelkontraktion, für die Blutgerinnung und für den Bau und Umbau von Knochen notwendig.

Die Normalwerte für Ca liegen bei:

Gesamtkalzium: 8,4-10,5 mg/dl (Milligramm pro 100 ml) bzw.
2,2-2,6 mmol/l (Millimol pro 1000 ml)

Kalziumionen: 4,6-5,4 mg/dl (Milligramm pro 100ml) bzw.
1,15-1,35 mmol/l (Millimol pro 1000 ml)

Kleine Abweichungen von den genannten Werten können durch die von Labor zu Labor unterschiedlichen Messgeräte entstehen.

Was bedeutet es, wenn dein Ca-Gehalt zu hoch ist?

Sind die Kalziumwerte zu hoch, das wird als Hyperkalzämie bezeichnet, kann eine Überfunktion der Nebenschilddrüse vorliegen. Eine anhaltende Überfunktion kann sich durch Knochenschmerzen, Nierensteine oder Muskelschwäche bemerkbar machen.

Was bedeutet es, wenn dein Ca-Gehalt zu niedrig ist?

Wenn der Bedarf an Kalzium höher ist als die Zufuhr, kann eine Unterversorgung entstehen. Ein zu niedriger Kalziumspiegel wird als Hypokalzämie bezeichnet. Dies kann langfristig zu Verdauungsstörungen oder Nierenerkrankungen führen. Ursachen für zu niedrige Kalzium-Werte können neben einer kalziumarmen Ernährung auch Darmerkrankungen und Vitamin D-Mangel sein, die die Kalziumaufnahme reduzieren.

Was kannst du bei abweichenden Werten selbst tun?

Für einen ausgeglichenen Kalziumhaushalt ist eine ausgewogene Ernährung wichtig. Kalziumlieferanten können Lebensmittel wie Blattspinat, Grünkohl oder Brokkoli sein. Zusätzlich kannst du neben Milch, Sojamilch und Milchprodukten auch Nüsse, Sesam oder Mohn in deine Ernährung einbauen. Vorausgesetzt natürlich, es bestehen keine Unverträglichkeiten und Allergien. Ein weiterer positiver Faktor sind Mineralwässer mit hohem Kalzium-Gehalt.

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