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1. Allgemeines

Der Begriff Schnarchen bezeichnet Atemgeräusche, die während des Schlafes in den oberen Atemwegen erzeugt werden. Diese Geräusche können mehr oder weniger stark ausgeprägt sein. In Deutschland sind rund 20 Mio. Menschen betroffen, davon besonders häufig Männer ab 50 Jahren. (Quelle: www.vdk.de)

 

 

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2. Ursachen


Für das Schnarchen können verschiedene Faktoren ursächlich sein:

 

Gaumensegel: Wenn das Gaumensegel im Rachenraum zu schlaff oder zu lang ist, kommt es zu flatternden Atemgeräuschen.

 

Zunge: Wenn die Zunge während des Schlafes nach hinten und somit in eine sehr ungünstige Position rutscht, werden die Atemwege verengt und es kommt zu Schnarchgeräuschen.

 

Übergewicht: Bei übergewichtigen Menschen kann es dazu kommen, dass die fehlende Spannung des Atmungsapparates im Schlaf zu Atemgeräuschen führt.

 

Schlafposition: In ungünstigen Schlafpositionen wie der Rückenlage kann es zu Schnarchgeräuschen kommen, die in anderen Positionen nicht auftreten.

 

Alkoholkonsum: Alkoholkonsum unterstützt die Erschlaffung des Gaumensegels, was sich wiederum sehr förderlich auf das Schnarchen auswirkt.

 

Beruhigungsmittel: Beruhigungsmittel zeigen die gleiche Wirkung wie Alkoholkonsum.

 

Alter: Auch Menschen, die zuvor nie geschnarcht haben, können mit zunehmendem Alter betroffen sein. Mit steigendem Alter nämlich erschlafft die Muskulatur eines Menschen und somit auch die Muskulatur im Rachenraum.

 

Wechseljahre: Meist sind vom Schnarchen Männer betroffen, da die Östrogene bei der Frau eine muskelstraffende Wirkung aufweisen. Aufgrund der Hormonumstellung sind Frauen vermehrt während und nach den Wechseljahren betroffen.

 

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3. Symptome


Abgesehen von den Schnarchgeräuschen an sich, kann das Schnarchen noch weitere Symptome nach sich ziehen. Durch den Schlafmangel, der  vor allem durch heftiges Schnarchen und den Mangel an Sauerstoff entsteht, kommt es zu Müdigkeit und zu verminderter Leistungsfähigkeit. Häufig leiden auch Dritte unter Schlafmangel, wie zum Beispiel Ehe- oder Lebenspartner von Betroffenen.


Gefährlich wird das Schnarchen vor allem dann, wenn die Atmung unregelmäßig verläuft. Dabei kommt es immer wieder zu Atemaussetzern, die bis zu zwei Minuten lang andauern können. In solchen Fällen spricht der Mediziner von einer Schlafapnoe. Dabei sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut und es kann bis zu Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck oder Schlaganfällen kommen.

 

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4. Prävention


Um dem Schnarchen vorzubeugen gibt es einige Tricks, die zum Teil großen Erfolg haben können.


· Abnehmen: Übergewichtige Menschen können durch eine Gewichtsabnahme große Erfolge erzielen.

 

· Kissen unterlegen: Eine erhöhte Schlafposition erweist sich oftmals als günstiger und kann das Schnarchen beeinflussen.

 

· Schlafposition: Es sollte möglichst vermieden werden auf dem Rücken zu schlafen.


· Verzicht: Wenn möglich sollte auf Alkohol und Beruhigungsmittel verzichtet werden.


· Frischluft: Frischluft im Schlafbereich fördert eine freie Atmung.

 

· Schnarchbandagen: In der Apotheke gibt es Schnarchbandagen, die den Kiefer im Schlaf geschlossen halten.

 

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5. Behandlungsmöglichkeiten


Wenn einfache Maßnahmen gegen das Schnarchen nicht helfen, muss zu drastischeren Methoden gegriffen werden. Besonders bei der Schlafapnoe ist der Gang zum Arzt obligatorisch. Leider gibt es kein allgemeinwirksames Mittel gegen das Schnarchen. Dazu sind die Anatomie des Menschen und die Ursachen für das Schnarchen viel zu mannigfaltig.


In einigen Fällen können chirurgische Eingriffe zur Straffung oder Entfernung des Gaumenzäpfchens zum Erfolg führen. Über sogenannte Weichgaumenimplantate kann der Mund- und Rachenraum außerdem weitestgehend stabilisiert werden und zur Ursachenbekämpfung beitragen. Nasenscheidewandverkrümmungen sollten operativ behandelt werden.


Zudem gibt es Eingriffe, bei denen das Gaumenzäpfchen oder die Zunge vernäht und fixiert werden. Das sind nur einige der Behandlungsmöglichkeiten gegen das Schnarchen, die Palette der Möglichkeiten ist groß, aber nicht immer sinnvoll…

 

(Quelle: www.gw-o.de)

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Letztes Update 23.01.2012
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