Osteopathie: Den Organismus ins Gleichgewicht bringen

 

 


 

Über den Autor:


 

 

Rudi Amberger

 


Osteopath



Äußere Sulzbacher Straße 165
90491 Nürnberg



Telefon: 0911 5406440


Telefax: 0911 5406444



www.osteopathie-amberger.de

 

 

 



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Rudi Amberger aus Nürnberg gibt Hintergrundwissen zum Thema Osteopathie.

 

Was ist Osteopathie?


Vielen ist sie unbekannt, manche betrachten sie skeptisch, andere wiederum schwören auf sie: Die Osteopathie, eine manuelle Behandlungsmethode ohne Medikamente, fasst in Deutschland erst in letzter Zeit richtig Fuß.
"Der Mensch als Ganzes" ist ein Grundpfeiler der Behandlungsphilosophie in der Osteopathie - ein Gedanke, der vielen ratlosen Patienten anziehend erscheint. Nur mit den Händen, ohne Medikamente, werden hier ganz verschiedenartige Probleme - orthopädischer, neurologischer und organischer Art - behandelt. Was steckt dahinter?

 

Philosophie: Der Mensch als Ganzes


Begründet wurde die Osteopathie 1874 in den USA durch den Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917) als eine neue Form der Heilkunde, die ganz auf Medikamente verzichtet: eine Medizin, die keine Symptome behandelt, sondern nach den Ursachen von Krankheiten sucht; eine Medizin, die nicht Krankheiten heilt, sondern dem Körper hilft, sich selbst zu heilen. Still kam im Lauf seiner Arbeit und Studien zu der Überzeugung, dass der Mensch eine Einheit aus Körper, Geist und Seele sei. Alle Zellen, Gewebe und Organe arbeiten zusammen und stehen in Wechselbeziehung zueinander. Daher kann eine Störung einzelner Gewebe sich auf umliegende Funktionen oder weiter entfernte Gewebe auswirken. So ist eine Erkrankung mit ihrer Symptomatik meist nur die Summe mehrerer Funktionseinschränkungen.

 

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Die Osteopathie versucht den Gesamtorganismus wieder ins Gleichgewicht zu bringen und die Selbstheilungskräfte, über die unser Körper verfügt, anzuregen.

 

Die vier Prinzipien der Osteopathie sind:


1.  Die Struktur und ihre Funktionen beeinflussen sich wechselseitig.
2.  Der Mensch besitzt selbstregulierende und selbstheilende Mechanismen.
3.  Der Mensch ist eine Einheit aus Körper, Geist und Seele.
4.  Der Osteopath berücksichtigt immer die drei erstgenannten Prinzipien.
 Parietale Osteopathie


Die parietale Osteopathie ist der älteste und wichtigste Bereich der Osteopathie - der Bereich, mit dem alles seinen Anfang nahm: Still entdeckte, dass er die Selbstheilungskräfte des Körpers stärken konnte, wenn er Gelenkblockaden an der Wirbelsäule auflöste. Die Erkenntnis dieser Zusammenhänge wurde fortan zur Grundlage seiner Arbeit - die Osteopathie mit ihrer ganzheitlichen Sichtweise war geboren. Auch heute noch stellt das Lösen von Blockaden am Skelett und an den dazugehörigen Gelenken den zentralen Teil der osteopathischen Behandlung dar. Das ist nicht so einfach, wie es zunächst klingt! Denn häufig äußern sich die Schmerzen nicht dort, wo die Ursache liegt - in der Osteopathie nennt man diese Läsion -, sondern an anderen Stellen im Körper: Eine Verletzung am Sprunggelenk durch plötzliches Umknicken kann dazu führen, dass das Sprungbein seinen ursprünglichen Platz  erlässt. Dadurch straffen sich die Bänder im Sprunggelenk und ziehen das Wadenbein nach unten! Das hat weitere Folgen: Der Muskel, der das Wadenbein mit dem Becken verbindet - man nennt ihn Musculus biceps femoris - wird gedehnt und bewegt so das Becken auf der Seite des Beines, an dem die Läsion passierte, nach hinten. Das Ergebnis des Umknickens ist inzwischen eine Beckenschiefstellung. Das führt zu Schmerzen am unteren Ende der Lendenwirbelsäule - ein Schmerz, der vielen Lesern bekannt sein dürfte!


Der eigentliche Auslöser und der akute Schmerz sind so durch eine lange, über die Jahre entstandene Ursachen-Folge-Kette miteinander verbunden.  Während die Schulmedizin häufig nur am akuten Schmerz ansetzt, nimmt der Osteopath sich die Zeit, diese Zusammenhänge durch eine präzise Befragung (Anamnese) und  zahlreiche Tests zu ergründen, um im Folgenden die Ursachen-Folgen-Kette Schritt für Schritt abzubehandeln.


Dabei kann er verschiedene Techniken einsetzen, die alle darauf abzielen, blockierte oder verschobene Gelenke wieder in ihre natürliche Lage zurückzubringen. Doch auch viele andere Methoden wie "Strain - Counterstrain" am Muskel, myofasziale Auflockerung in den Bindegeweben sowie die "Facilitated Positional Release" zur Entspannung oder Still-Techniken zur Manipulation finden bei der parietalen Osteopathie Anwendung, um den Körper in sein Gleichgewicht zu bringen.

 


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Viszerale Osteopathie


Wussten Sie, dass Ihre Organe sich ständig rhythmisch bewegen? Mit minimalen zyklischen Bewegungen - sieben bis neun  pro Minute - passen die Organe sich den Körper- und Atembewegungen an. Nur so können sie ihre Funktion gut erfüllen! Dass sie dabei in Position bleiben, dafür sorgen  Bänder und Stützgewebe, die sie untereinander und mit der hinteren Bauchwand und dem Zwerchfell verbinden. Auch der Eigendruck der Organe und die unterschiedlichen Druckverhältnisse im Brust- und Bauchraum bringen Stabilität.

 

 

Es gibt viele Faktoren, durch die Bewegung und Druck gestört werden können: Entzündungen und Narben erhöhen die Gewebespannung, Übergewicht und Schwangerschaften verändern die Lage der Organe. All dies kann zu Organdysfunktionen führen.

 

Die osteopathische Behandlung hilft dem Organ, seine normale Beweglichkeit zurückzubekommen - direkt durch eine manuelle Behandlung und indirekt, indem die Versorgung des Organs durch Blut- und Nerven verbessert und so die Selbstheilungskräfte des Organs angeregt werden.


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Craniosacrale Therapie


Die Craniosacrale Therapie ist einer der spannendsten Bereiche der Osteopathie, ein Bereich, der oft Kritik von außen ausgesetzt ist und der mit am deutlichsten den Unterscheid zwischen der Osteopathie und der Schulmedizin zeigt.


Die craniosacrale Therapie setzt am Cranium, dem Schädelknochen, an und bezieht auch den oberen Bereich der Wirbelsäule und das Kreuzbein, das Sacrum,  mit ein - daher ihr Name als Zusammensetzung aus Cranium und Sacrum. Dabei geht der Osteopath von zwei Annahmen aus, was die Funktion und den Aufbau des Schädels betrifft: Zum einen davon, dass die Schädelknochen nicht fest  ineinander gefügt sind, sondern gegeneinander bewegt werden können. Außerdem davon, dass die Gehirnflüssigkeit sich in einem ganz bestimmten, feinen Rhythmus  bewegt - dieser Rhythmus überträgt sich auf die Schädelknochen und über die Wirbelsäule auf das Kreuzbein.

Spannungen und Blockaden im Körper aber verändern den Rhythmus der Gehirnflüssigkeit auf eine bestimmte Weise. Dabei transportiert das Bindegewebe, dass alle Strukturen und Organe miteinander verbindet, Spannungen vom Ursprungsort an zum Schädel. Verändert sich erst einmal der craniale Rhythmus folgen weitere Probleme: Der Zug der Membrane im Schädel setzt sich fort bis zum Kreuzbein, wo ein Zug auf die Wirbel und damit auch auf die Nervenaustrittspunkte entsteht.


Der Osteopath gewinnt über das konzentrierte und höchst aufmerksame Erfühlen der Schwingungen am Kopf mit seinen Händen Wissen darüber, welche Strukturen im Körper unter Spannung stehen. Schritt für Schritt kann er dann durch sanfte Manipulationen an den Schädelnähten die Spannungen beeinflussen und abbauen.  


Die craniosacrale Therapie ist eine sehr sanfte Art der Therapie. Von außen betrachtet geschieht während der Behandlung nicht viel: Der Osteopath hält den Kopf und Hals des Patienten in seinen Händen und konzentriert sich auf seine Wahrnehmung. Behandelt wird mit minimalen Impulsen, die nur spürbar, nicht sichtbar sind. Diese Sanftheit macht die craniosacrale Therapie auch für Kinder und Säuglinge geeignet; z.B wird sie erfolgreich bei Schlafstörungen, Dreimonatskoliken von Neugeborenen, Geburtstraumen, Saugglockengeburt und  Schiefhals eingesetzt.


Andere Beschwerden, die sie lindert und abbaut sind Rückenschmerzen, Nacken- und Schulterverspannung, Ischias-Beschwerden, Skoliose und Schleudertrauma.

 


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Praktische Hinweise

Derzeit ist die Osteopathie eine Leistung, die Sie - als Kassenpatient - selbst bezahlen müssen. Nur die größten privaten Krankenkassen erstatten inzwischen diese Kosten zurück.


Die Preise für Behandlungen schwanken regional zwischen 45 und 65 ? für die Behandlungseinheit, die dann jedoch auch 45 bis 60 Minuten dauert. Der Osteopath wird Sie bei den meisten Problemen maximal 10 Mal behandeln oder aber bereits vorher für

die Nachbetreuung an einen gut ausgebildeten Physiotherapeuten mit entsprechenden fachlichen Schwerpunkten weiter-leiten.

 

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Rudi Amberger


(Osteopath D.O., Kinderosteopath M.Sc. in eigener Praxis)
(www.osteopathie-amberger.de)


Inhaber das mediABC (Fortbildungsinstitut für Physiotherapeuten)
(www.dasmediabc.de)


Inhaber FobiOs (Fortbildungsinstitut für Osteopathen)
(www.fobios.de)

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Letztes Update 23.01.2012
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