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Im Rahmen der Entwicklung des Web 2.0 mit seinen interaktiven Möglichkeiten sind nach den Bewertungssystemen in den Wirtschaftsbereichen „Produkte“ und „Dienstleistungen“ nun auch die ersten Bewertungssysteme für medizinische (Dienst-)Leistungen an den Start gegangen. Arztbewertungssysteme können - unter der Voraussetzung einer nachweisbar hohen Qualität und Objektivität - auf verschiedenen Ebenen Verbesserungen für die gesundheitliche Versorgungsqualität erreichen. Patienten profitieren von der Suchfunktion, insbesondere aber vom Erfahrungswissen anderer Patienten. Die Vielfalt der Meinungen und Erfahrungen fördern die Sensibilisierung für die eigenen Belange und die Formulierung relevanter Fragen und sind somit ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Gesundheitskompetenz. Ärzte und andere Gesundheitsdienstleister erhalten durch das Patientenfeedback wertvolle Informationen für ihr Qualitätsmanagement.
Ein zukünftiges Benchmark-System ermöglicht ihnen die Identifikation von Stärken und Schwächen ihrer Angebote. Bei voller Entfaltung können Arztbewertungsportale einen Patientenzufriedenheitsmonitor darstellen und ggf. die Konsequenzen gesundheitspolitischer Entscheidungen abbilden. Arztbewertungsportale haben ein erhebliches Potenzial zur Förderung der Transparenz und der Kooperation zwischen Patienten und Gesundheitsdienstleistern, bieten insgesamt deutlich mehr Chancen als Risiken.
Weiterführende Links:
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Wissenschaftlichen Symposium am 28. Oktober 2008 in München: "Medizin 2.0 - Bewertungsportale und Versorungsqualität"
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